Tschernobyl
Fast schon ein Viertel Jahrhundert liegt das infernale Ereignis vom 26. April 1986 zurück. Aber die Erinnerungen haben eine geringere Halbwertzeit, als die radioaktiven Substanzen, die damals ungehindert in die Umwelt dringen konnten. Hand aufs Herz: Wer der Geburtenjahrgänge vor 1980 kann sich noch genau erinnern, wie es damals war?
Bis heute ist der Vorfall nicht bis in Detail geklärt. Unklar ist z.B. welche Explosion zum Abheben des über 1000 Tonnen schweren Deckels des Reaktorkerns (Biologischer Schild) führte. Außerdem zerstörten die Explosionen das (nur als Wetterschutz ausgebildete) Dach des Reaktorgebäudes, sodass der Reaktorkern nun nicht mehr eingeschlossen war und direkte Verbindung zur Atmosphäre hatte. Große Mengen an radioaktiver Materie wurden durch die Explosionen und den anschließenden Brand des Graphits in die Umwelt freigesetzt, wobei die hohen Temperaturen des Graphitbrandes für eine Freisetzung in große Höhen sorgten. Insbesondere die leicht flüchtigen Isotope Iod-131 und Cäsium-137 bildeten gefährliche Aerosole.
Fest steht zumindest, dass es sich bei dem Unfall um ein Experiment handelte, bei dem gleich mehrfache Vorschriften umgangen wurden. Getestet werden sollte, ob die Rotationsenergie der auslaufenden Turbinen bei gleichzeitig unterstelltem Netzausfall ausreicht, die Zeit von etwa 40 bis 60 Sekunden bis zum vollen Anlaufen der Notstromaggregate zu überbrücken. So wurde die Leistung des Reaktors mit 30MW so stark gedrosselt, das sie die Nennleistung von 640MW um ein Vielfaches unterschritt. Nach den Sicherheitsvorschriften hätte der Versuch bereits vor der kommerziellen Inbetriebnahme im Dezember 1983 durchgeführt werden sollen. Konzeptionsfehler des Reaktortyps, Bedienfehler und Leichtsinnigkeit führten letztlich zur Überhitzung und Explosion des Reaktors.
Von der Explosion am 26. April um 01.23h bis zur internationalen Medienmeldung dauerte es immerhin 3 Tage. Währenddessen wurden bei rund 1800 Hubschrauberflügen –so die offizielle Version- ca. 40 t Borcarbid, 800 t Dolomit, 2400 t Blei abgeworfen und 1800 t Sand und Lehm über dem Reaktor abgeworfen, um die Kettenreaktion zu unterbinden, den Graphitbrand zu löschen und die Gammastrahlung zu verringern. Um den Austritt weiterer Radioaktivität zu verhindern, wurde ein „Sarkophag“ um den Reaktor gebaut.

Das Ausmaß der Katastrophe konnte erst Jahre später überschaut werden und ist für die Menschen und die Wirtschaft der Region verheerend. 210.000 Einwohner wurden umgesiedelt und können bis heute nicht in ihre Heimat zurück. Knapp 800.000 Hektar Land und 700.000 ha Wald können nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Tschernobyl Opfer Laut Schätzungen ist mit 30.000 bis 60.000 zusätzlichen Krebstodesfälle durch die Katastrophe von Tschernobyl zu rechnen. Unter den 600.000 Helfern (Liquidatoren) vor Ort wurden durch direkte Verstrahlung zwischen 10.000 und 20.000 Strahlentote geschätzt. In einer großen Kohorte von Liquidatoren wurde eine annähernde Verdoppelung des Leukämierisikos festgestellt. In Weißrussland, Russland und der Ukraine wurden von 1990 bis 2006 insgesamt 5000 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Personen festgestellt, Tschernobyl Opferdie zum Zeitpunkt des Unglücks Kinder oder Jugendliche waren. Mit weiteren Fällen wird noch über viele Jahre gerechnet. Von den betroffenen Patienten seien bis 2002 in Weißrussland 14 gestorben, davon 6 aus anderen Ursachen. Bisher gibt es keine Studien über die genetische Veränderung bei Nachkommen der Katastrophe.

Aber auch heute haben wir immer noch viel von dem Unfall von 1986, obwohl der damalige Innenminister Fritz Zimmermann damals beschwor, für Deutschland bestünde keine Gefahr. Tatsächlich aber zog die radioaktive Wolke zuerst über Skandinavien und ließ dann laut Tagesschau vom 02.05.1986 seine radioaktive Fracht über Deutschland regnen. Einer Untersuchung aus 2004 zufolge, überschreiten bayrische Wildschweine die Grenzwerte für Radiocäsium mit 6.710 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm (Bq/kg) um das zehnfache, da die Schweine Hirschtrüffel fressen, die bekannt dafür sind, das Radioaktive Cäsium 137 zu binden. Guten Appetit!
Insgesamt wurden in Europa etwa 3.900.000 km² (40 % der Gesamtfläche) durch Cäsium-137 kontaminiert (mindestens 4 kBq pro m²).

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sprach sich nach dem Vorfall auch im Namen seiner Fraktion im Bundestag in der Zukunft für eine Senkung des Anteils der Kernenergie an der Energieversorgung (1985: rund 31 %) aus, für einen baldigen Ausstieg komme dies aber nicht in Frage, da dieser weder notwendig noch machbar sei.
Scheinbar war der Vorfall nicht schwer genug, denn die Reaktorblöcke 1-3 waren weiter in Betrieb, bis diese nacheinander 1991, `96 und im Jahr 2000 vom Netz gingen. Der zweite Reaktorblock wurde erst nach einem Feuer in der Turbinenhalle abgeschaltet. Von den rund 10 weiteren Zwischenfällen in anderen Atomkraftwerken zwischen 1988 und 2006 war fast immer menschliches oder technisches Versagen die Ursache für den Zwischenfall.

Bei der Recherche im Internet sind mir 2 unterschiedliche Theorien aufgefallen.
Die offizielle Verlautbarung war, dass 96% der Radioaktivität im Reaktor zurückgeblieben und nur 4 Prozent entwichen seien. Diese Behauptung war in den letzten 15 Jahren für die internationale Atomenergie nützlich, denn die Legende von der großen Gefahr half, Gelder in dreistelliger Millionenhöhe einzutreiben. Mit diesen Geldern solle der Sarkophag instand gehalten werden und in Zukunft müsse ein zweiter um den alten herum gebaut werden. Die andere Theorie stammt von dem Atomwissenschaftler Konstantin Tschetscherov der als Erster den Reaktor nach der Katastrophe betreten und Videos vom Inneren des Reaktors gedreht hat. Bei seinen Untersuchungen hat Tschetscherov verhältnismäßig wenig radioaktiven Brennstoff gefunden und viele leere Räume. Wenn aber in den Tagen nach der Katastrophe der Reaktor mit mehr als 5000 Tonnen Sand und sonstigem Material bedeckt worden sei, wäre der Sarkophag voll und dürfte eigentlich keine leeren Räume aufweisen. Laut Tschetscherov hat der Sarkophag Löcher und Risse, durch die Vögel ein- und ausfliegen. Seine Schlussfolgerung –entgegen der offiziellen Version- war, dass bei der Explosion der Großteil der radioaktiven Stoffe ausgetreten und der Bau eines neuen Sarkophags überflüssig sei.
Wären also die € 500 Millionen Dollar -bereitgestellt durch die EU- für eine neue Tschernobyl-Schutzhülle nicht besser für Opfer der Katastrophe oder die Abschaffung der Atomenergie aufgewendet?
Von den weltweit 437 Reaktoren sind aktuell 17 in Deutschland und immer noch 10 Reaktoren des Tschernobyl Typ RBMK in Betrieb! Bis zum 26. April 1986 galt der Tschernobyl Reaktor als einer der jüngsten in Russland als sehr sicher.
Michail Gorbatschow Im Juli 86 befahl der sowjetische Geheimdienst KGB in einem Dokument alle Informationen, die die Katastrophe und ihre Folgen betreffen, geheim zu halten.

Beim Sammeln und Lesen der Informationen habe ich mich oft gefragt, was der Mensch unserem Planeten außer Zerstörung gebracht hat und mir fällt dieser sarkastische Witz mit den 2 Planeten ein: Fragt der eine den anderen Planeten, warum dieser so schlecht aussieht, worauf er entgegnet: „Ich habe Mensch!“ Eigentlich sollten wir daraus eines gelernt haben -Mensch, lass die Finger davon!

Weitere Details:
Chronologie der Ereignisse am Uunglückstag.
Werner Altnickel macht HAARP verantwortlich.



Dezember 2009

Wie man mit viel Geld ganze Nationen in den Bankrott treibt
Oft höre ich das Klagelied: „Mein Gott ist das alles teuer geworden!“ Doch dieser Eindruck ist ein Trugschluss, der uns von den wahren Ursachen der Krise ablenken soll, die ich im folgenden erläutere. Aus den mir bekannten Fakten versuche ich eine Prognose, damit man sich auf die Folgen der Krise einstellen kann. Vielleicht werden Sie bei manchen meiner Behauptungen sagen, dass diese ganz schön schwarzmalerisch sind. Leider habe ich mir diese nicht ausgedacht, sondern aus den angegebenen Quellen zusammengetragen und kann nur ausdrücklich sagen: "Ich hoffe, Unrecht zu haben." Wenn Sie meine Folgerungen widerlegen können, würde ich mich über einen Kommentar im Anschluss meiner Ausführungen freuen.
Die Ursache des heutigen Debakels liegt aber schon ein Weilchen zurück...

Der Anfang vom Ende
1971 wurde der Dollar komplett vom Gold abgelöst und die FED (Federal Reserve System) konnte unter der Leitung von Alan Greenspan ungehindert Geldschwemme erschaffen. Wenn also irgendwo ein Finanzloch auftrat, konnte sofort neues Geld gedruckt werden, mit dem Ergebnis, das die Scheine immer wertloser wurden...
Auch heute wird die Wirtschaft mit riesigen Geldinjektionen zu heilen versucht, wie im Handelsblatt nachzulesen ist. Gegenüber der Güterproduktion, die sich in den letzten 30 Jahren in den Industrieländern –unter Führung der USA- vervierfacht hat, hat sich das Geld und Kreditvolumen vervierzigfacht. Rheinhard Deutsch hat herausgefunden, dass schon durch Kaiser Nero die Goldmünzen an Wert verloren, indem aus einem Pfund Gold nicht, wie üblich 42 Aurei, sondern nun schon 45 Aurei geprägt wurden und somit Inflation geschaffen wurde. Die Deutsche Mark hat in 55 Jahren 80% ihrer Kaufkraft verloren. Unsere Regierung hat den Euro eingeführt, um über diesen Verfall hinwegzutäuschen und in nur sechs Jahren hat der Euro bereits an 50% an Wert verloren. Doch wie kann es dazu kommen?

Der Zaubertrick
Im Zusammenspiel der Geschäfts- und Zentralbanken bekommt Geld eine andere Erscheinungsform als wir es gewöhnlich kennen. Es werden Anspruchszettel auf das Bruttosozialprodukt erzeugt, die jemand anders verspricht, zurückzugeben. Weil das Gesetz verbietet, diese Zettel selbst zu drucken, muss er sie am Markt durch Leistung wiederbeschaffen. Obwohl auch dieses System auf Leistung und Gegenleistung beruht, muss die Bank durch das Bruttosozialprodukt keine Leistung erbringen, sondern nur Vermittlungsformulare zur Verfügung stellen. Damit dieses Geld in Umlauf kommt, muss jemand ein Versprechen auf Rückzahlung geben -selbst wenn das Versprechen im Falle eines Staates noch so unglaubwürdig ist. Keineswegs lebt also die Bank von vier Prozent Anteil, wenn Sie € 10.000,- mit zwei Prozent aufs Sparbuch bringen und die Bank das Geld für 6 Prozent verleiht. Das Teilreservebankwesen (Fractional Reserve Banking) regelt nämlich, dass nur 10% Ihres Geldes auf der Bank bleiben. Folglich ist die Bank pleite, wenn nur 9% der Anleger ihr Geld abheben. Mit Ihrer Einzahlung von € 10.000,- erlauben Sie der Bank, € 9.000,- zu verleihen –ob Sie davon wissen oder nicht. Die Bank legt tatsächlich Ihre € 1000,- als Mindestreserve zurück und erzeugt schlimmsten Falles € 90.000,- aus dem Nichts.
Wie das in der Praxis geht, zeigt folgendes Beispiel: Ihre € 9.000,- werden an einen Bauherrn verliehen, damit dieser seine drei Angestellten entlohnen kann. Diese Angestellten zahlen die Löhne auf ihre Konten ein. Die Einzahlungen werden als Sichtguthaben behandelt, d.h. wieder verliehen. Von den eingegangenen € 9.000,- werden wieder € 8.100,- verliehen. Wenn sich die Angestellten die Kredite selber geben lassen, um Material- Lieferanten zu bezahlen, gehen bei den Lieferanten wiederum € 8.110,- ein, von denen wiederum € 7.290,- verliehen werden. Selbst wenn Zahlungsempfänger und Kreditnehmer ihre Transaktionen bei derselben Bank vornehmen, wird ein Mehrfaches an Kreditgeld geschaffen. Es wurde Geld wie Licht- per Knopfdruck erzeugt, woraus dieses Geld den Namen "Fiat- Money" aus dem Italienischen hat. (Fiat = es werde Licht)

Wieso die Senkung des Leitzins die Inflation ver- und nicht entschärft
Seit der Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der so genannte Mindestbietungssatz der Zinssatz mit dem größten Einfluss auf den gesamten Finanzmarkt und wird daher als Leitzins betitelt. Der Leitzins bestimmt die Konditionen, zu denen sich Banken kurzfristig Geld bei der Notenbank leihen und an ihre Kunden verleihen können. Seit Einführung des Euro 1999 ist der Leitzins stetig gesunken. Quelle: Handelsblatt
Mit Senkung des Leitzins können die Geschäftsbanken Kredite an ihre Kunden zwar günstiger verkaufen und damit die Wirtschaft ankurbeln, regen aber gleichzeitig zu weiterer Verschuldung an, erhöhen wiederum die Geldmenge und verschärfen die Gefahr einer Inflation.

Wieso viel Geld Armut erzeugt
Wunderbar, wenn mehr Geld da ist -könnte man meinen. Aber laut Keynes ist das Geld, dass nicht aus Produktivität geschaffen wurde, Diebstahl. Stößt eine vermehrte Geldmenge nämlich auf ein nicht vergrößertes Gütervolumen, werden alle betrogen, die für ihr Geld (ihre Kaufkraft) etwas produziert oder eine Leistung erbracht haben. Für das „neue“ Geld wurde weder etwas produziert noch eine Dienstleistung erbracht. Es verringert sich die Kaufkraft, selbst wenn die Preise stabil bleiben, denn in diesem Fall wären die Preise ohne neues Geld gesunken und hätten die Kaufkraft des „Leistungsgeldes“ erhöht. Genauso beklaut werden diejenigen, die immer brav ihr Geld gespart haben und ihr Gespartes auf verminderte Kaufkraft stößt.

Ein Zauberer auf der Bühne fehlt noch: Der Politiker
Der Politiker will uns seine Daseinsberechtigung vorgaukeln, indem er den Zentralbanken vorschreibt, bei starken Preisanstiegen regulierend in die Geldpolitik eingreifen zu müssen. Völlig utopisch ist die Vermutung, dass das gesamte Preisniveau steigt, wenn man den Markt sich selbst überließe. Niemand hätte einen Vorteil davon.
In einer freien Marktwirtschaft sind sinkende Preise ein Indiz für steigende Produktivität. Die Politik bezeichnet das aber fälschlicherweise als Deflation oder gar als Ursache für steigende Arbeitslosigkeit und will uns ihre Notwendigkeit dadurch demonstrieren.
Selbst der Markt ist natürlichen Abläufen unterworfen. Nachfrage und Angebot bestimmen die Preise und wenn ein Gut knapp ist, steigt sein Preis. Gibt es zu viele Anbieter, ist es ein selbst regulierender Prozess, wenn Unternehmen pleite gehen, weil sie ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht absetzen können. Wenn bankrotte Unternehmen mit staatlichen Geldern gestützt werden, zahlt der Bürger –ob er will oder nicht.

Inflation und Deflation- zwei Modebegriffe mit falscher Verwendung
Im gleichen Zuge mit der Weltwirtschaftskrise werden zwei Begriffe meist genauso oft falsch angewandt werden, wie sie auftreten: Deflation und Inflation.
Grund genug, endlich für nötige Klarheit zu sorgen.

Inflation
Weitläufig ist Inflation als ein Steigen der Preise bekannt. Dies ist eine geschickte Taktik der Banken mit der der wahre Urheber für steigende Preise verschleiert wird: sie selbst. Denn nur sie können die Geldmenge erhöhen (inflare = aufblähen) und mit Bedacht wird so den ahnungslosen Leuten Inflation als Erhöhung der Preise verkauft. Im gleichen Zug wird der schwarze Peter den bösen Unternehmern zugeschoben, die die Preise erhöhen.

Deflation
Deflation wird meist als ein Sinken der Preise verstanden. Wem aber könnte es schaden, wenn die Preise so wie in der Informationstechnologie seit 30 Jahren fallen und der Wirtschaftszweig boomt? Niemand könnte das Deflation nennen! Die Wirtschaft wächst, wenn das Güterangebot durch Produktion schneller als die Geldmenge wächst und der Grund für fallende Preise der wirtschaftliche Fortschritt ist.
In einer von den Regierungen und Zentralbanken mit Fiat Money (Scheingeld) versumpften Welt, verkörpert Deflation - also die schmerzhafte und strukturell geprägte Form fallender Preise, die notwendige Bereinigungskrise auf vorangegangene monetäre Sünden.

Halten wir fest, dass es 2 Gründe für ein Fallen der Preise gibt:

1. steigende Produktion und Angebot (keine Deflation)

2. Schrumpfen der Geldausgaben oder der umlaufenden Geldmenge welche durch Produktivitätsfortschritt und steigende Absatzmengen (bei sinkenden Preisen) nicht mehr ausgeglichen werden kann. Die Preise sinken ins Bodenlose und dies wiederum verstärkt die Kaufzurückhaltung: Die Konsumenten warten ab, weil sie hoffen, die Produkte nach einer Weile noch billiger zu erwerben.

Wie sich die Emotionen der Bürger auf den Markt auswirken
Es ist ein gefährlicher Rattenschwanz: Die Politiker versuchen durch höhere Steuern die Finanzlöcher zu stopfen, die Bürger merken, dass sie beklaut werden und fragen sich, warum sie noch arbeiten sollen. Dass jemand mehr Geld fürs Nichtstun bekommt, als einer mit einem kleinen Job, tut sein Übriges zur Demotivation des kleinen Mannes. Die Arbeitslosigkeit steigt infolge dessen. Quelle: Tagesschau
Das Vertrauen der Menschen in die politische und wirtschaftliche Lage sinkt und Zukunftsangst breitet sich aus. Finanzielle und materielle Ressourcen werden gebunkert, gehortet und es wird zurückgehalten, was geht. Die zirkulierende Geldmenge aus resultierender Vorsicht der Bürger (monetäre Kontraktion), als auch das Kreditvolumen der Banken schrumpfen. Die Händler und Produzenten bleiben auf Waren sitzen, die sie vorher noch zu alten, höheren Preisen gekauft haben oder Kapazitäten, die sie zu höheren Kosten errichtet haben. Folglich sinken die Gewinne, was die Zahlung von Kreditzinsen sowie Schuldentilgungen schwieriger macht und die Zahl der Konkurse steigt. Arbeitslosigkeit, Rezession und Depression breiten sich aus. Die momentanen (Stand Dezember 2009) Preissenkungen in einigen Marktsegmenten lassen den Schluss zu, dass dort schon die Deflation eingesetzt hat. Wenn Roland Baader von einer Wirtschaftsdepression spricht, kann er damit nicht nur die Inflation und die daraus wirtschaftliche Schieflage meinen, sondern auch die emotionale Lage jeden Bürgers. Wie müssen sich wohl Bürger fühlen, wenn sie gegen ein Gewaltmonopol wie unserer Demokratie machtlos sind? Denn die Regierung und ihre Politiker, bestimmen über das Geld und damit die Macht des kleinen Mannes. Wenn in den Medien immer die Rede von Staatsverschuldung die Rede ist, dann ist damit MEIN und DEIN Geld gemeint, dass durch Steuern, Inflation, ausbleibende Wohlstandsgewinne oder Staatsbankrott verzinst und getilgt wird. Der Blick auf die Schuldenuhr von Deutschland zeigt im Dezember 2009 eine Staatschuld von rund 1,6 Billionen Euro mit einer pro-Kopf-Verschuldung von € 20.105,- und einem Anstieg von € 4.439,- pro Sekunde. Der Staat ist nur eine Entität, die sich aus seinen Bürgern zusammensetzt und dessen Geld durch erpresste Steuerzahlungen von der Regierung verwaltet wird. Die Demokratie boykottiert sich selbst und ebnet Politikern mit waghalsigen Versprechungen damit den Weg. Aus der gleichen Lage versprachen sich die Deutschen vor 80 Jahren eine Lösung von einem totalitären System. Bleibt also nur zu hoffen, dass sie es diesmal besser wissen...

Ein Zukunftsszenario
In einem Interview sagt Michael Best, Leiter der ARD-Börsenredaktion
... Ein paar Tage noch und man hätte keine Geldscheine mehr aus dem Automaten bekommen. Nur der Staat konnte noch helfen und die Notenbanken."
Der Staat? Das sind die Bürger, die bezahlen!
Weiter vorher im gleichen Interview: ..."Erste Bilder von Amerikanern in Zeltstädten gehen um die Welt: Einige hundert campieren in Nevada, verweinte Augen hinter windigen Plastikplanen, Wind und Sonne ausgesetzt. Sie mussten ihre Häuser aufgeben, weil ihnen das Geld ausging."
Wie wird es wohl sein, wenn die großen Konzerne kaputt gehen, die Banken pleite sind und die Wirtschaft vollständig kollabiert? Ich habe große Angst vor steigender Kriminalität, vor einer ungewissen Zukunft, die meine Generation ohne Krieg nie kennen gelernt hat. Wie wird es sein, wenn man nichts mehr zu essen kaufen kann, weil die Läden geschlossen sind? Wenn die Menschen nicht mehr auf legale Weise ihre Grundbedürfnisse erfüllen können, dann eben in ihrer Verzweifelung auf illegalem Wege, was zu dem merklichen Anstieg von Gewalt führt. Aber wie und vor allem wer wird auf steigende Kriminalität reagieren? Müssen wir Selbstjustiz walten lassen, wenn jemand in unser Haus einbricht? Sicher ist, dass die Kriminalität rapide zugenommen hat. Laut statistischem Bundesamt hat sich die Verurteilungsrate wegen Körperverletzung zwischen 1990 und 2006 bei unter 21-Jährigen verdreifacht und die bei Erwachsenen verdoppelt. Quelle
Im privaten Bereich ist mit einem Anstieg subtilerer Kriminalität, wie Betrug zu rechnen und zwar überall dort, wo jemand eine Leistung in Anspruch nimmt, ohne vorher zu bezahlen (siehe Mietnomaden). Damit leistet er lediglich ein Zahlungsversprechen -die gleiche Haltung eben, die Kreditnehmer bei Banken an den Tag legen. Zuerst wird noch das Blaue vom Himmel versprochen und am Ende löst sich alles in Luft auf. Eine Seifenblasenwelt.
Wie wird es sein, wenn morgens keiner mehr zur Arbeit geht, weil der Arbeitgeber pleite ist? Wie wird es sein, wenn die Beschätigten in Branchen, die für unser täglichen Wohlstand und unser Wohlergehen sorgt, bankrott sind? Wenn ich morgens nicht ins Internet kann, mein Telefon nicht mehr funktioniert, wenn es keine Bank gibt, bei der ich Geld abheben kann, weil es kein Geld mehr gibt? Vermutlich werden wir wieder tauschen müssen: „Ich repariere Dein Auto und Du backst mir ein Brot.“
Besonders wütend macht mich, dass sich Politiker noch nicht einmal bereit erklären, die Staatsschulden zu tilgen, aber jeder Normalsterbliche seine Schulden begleichen muss. Da bleibt doch die Gerechtigkeit gänzlich auf der Strecke! SchuldenbergMan könnte es fast als ignorant bezeichnen, dass einige Menschen trotz der Haltung der Politiker noch an einen Aufschwung und Ausweg aus der Krise glauben. Bisher haben wir die Schuld nur bei den anderen gesucht. Doch wie hat jeder von uns zur derzeitigen Situation beigetragen?
In unserem System, wo Geld durch Zins und Zinseszins künstlich vermehrt wird, sind Ross die Banken und Reiter all jene Menschen, die ihr täglich verdientes Geld über eine Bank laufen lassen. Egal, ob sie wissen, dass die Bank mit dem wiederverliehenen Geld die Geldmenge aufbläht oder nicht. Vorraussetzung dafür ist die unmoralische Verlockung („Moral Hazard“) seitens der Banken, sowohl Geld mit hohen Renditen anlegen zu können, als auch Geld zu geringen Zinsen zu verleihen. Wer könnte dieser Versuchung schon widerstehen? Geld, was vordergründig für uns arbeitet, ist letztendlich Geld, das gegen uns arbeitet.
Wie nah der Wirtschaftskollaps ist, zeigt der Zeitungsartikel im Fokus vom Mai 2009, in dem schon vor der Geldentwertung die Rede ist und selbst Politiker zu Hamsterkäufen raten. Hamsterkäufe? Dann steht uns doch der Zusammenbruch des Handels und des Marktes bevor, denn sonst müsste ich meine Lebensmittel nicht im Keller horten. Ein Zeichen also, dass selbst die schon warnen, die meist zu vertuschen versuchen.
Fragt sich also, wann der infernale Systemkollaps eintritt und wie man sich in der Übergangszeit über Wasser hält. Wenn man sich erklärt, was Wirtschaft eigentlich ist, führt das relativ schnell dahin, was man in der Übergangsphase tun kann. Wirtschaft besteht aus dem Markt, wo Leute Waren und Dienstleistung anbieten und denen, die dafür etwas bezahlen. Selbst, wenn kein Geld mehr da ist und nur noch getauscht wird. Der Zusammenbruch wird vermutlich nicht plötzlich, sondern eher schleichend von statten gehen. Man kann sich deshalb relativ gut darauf vorbereiten und an der aktuellen Marktentwicklung ablesen, wie weit der Kollaps entfernt ist. Wenn sich durch Konsum noch etwas bewegt, zögert es sich noch etwas hinaus. Wenn der Markt mit Geld als Zahlungsmittel zusammengebrochen ist, wird tatsächlich das Tauschgeschäft vorherrschen. Man male sich das nur in einer hoch entwickelten Gesellschaft wie der unseren aus. Vor dem 2. Weltkrieg wusste noch jeder Zweite, wie er sich durch Ackerbau und Viehzucht über Wasser hält. In einer hoch technisierten Gesellschaft wie die unsere, hat davon leider keiner mehr einen blassen Schimmer. Wie die Reparatur des eigenen Autos sind viele Arbeiten heute von keinem Normalsterblichen mehr möglich. Die Welt des Computerzeitalter ist seit der letzten Geldentwertung 1929 eine gänzlich andere geworden. Der 80 Jahre Zyklus der Währungsauflösung kann nur durch Geld mit unabänderbarem Eigenwert und Abschaffung des staatlichen Geldmonopols und Teilreservebankwesen durchbrochen werden.

Mehr im Internet:

Video auf Youtube
War das erst der Anfang der Krise?

Mit Humor beschreibt Volker Pispers die traurige Wahrheit:
Volker Pispers 1 Wirtschaftskrise

Roland Baader:
Staatsbankrott und Konkusverschleppung

Hier eine interessante Seite zur Krisenvorsorge:
www.krisenvorsorge.com

Literaturempfehlung:
“Die Kreatur von Jekyll Island“ von G. Edward Griffin
“Geld, Gold und Gottspieler“ von Roland Baader
“Das Silberkomplott“ von Reinhard Deutsch
Literaturempfehlungen Anmerkung: "Geld, Gold und Gottspieler" ist besonders Lesern zu empfehlen, die sich bisher weniger mit Wirtschaft und deren Zusammenhängen beschäftigt haben. Es ist sehr verständlich geschrieben, so dass es sich gerade deshalb sehr gut für den Einstieg eignet.

Wenn Sie nicht meiner Meinung sind und eine andere Sichtweise oder Anregungen haben, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

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