Kindheit
Ich wuchs in Mülheim Ruhr im Ruhrgebiet auf. Meine Eltern lag viel daran dass aus mir etwas Gescheites wird und sie kümmerten sich sehr um mich. Manchmal etwas zu sehr. Marci der RennfahrerIch musste Tennis lernen, wurde im Fußball - und Schwimmverein angemeldet und im Winter ging es zum Skilaufen. Mir war Angeln immer noch am Liebsten. Dort hatte ich meine Ruhe, niemand zwang mich zu Dingen, deren Notwendigkeit ich nicht erkannte und konnte kleine, kniffelige Probleme lösen. Z.B. wenn es darum ging, Schnur zu entheddern, den richtigen Futterplatz ausfindig zu machen und welches Material den besten Fang erbrachte. Kleiner Junge, großer Fisch Am aller wenigsten Freude bereitete mir die Schule. Von Beginn an ließen meine Noten zu wünschen übrig. Natürlich sank die Motivation und als Sohn einer fürsorglichen Mutter bekam ich sobald auch Nachhilfe. Ich sah in diesem ganzen Schulsystem keinen Sinn und wußte nicht, wieso ich Dinge lernen soll, die mich "nicht die Bohne" interessierten. Schließlich mußte ich erst herausfinden, was mir Spaß macht. Je mehr man mich zum Lernen zwang, desto mehr lehnte ich mich auf.

Pubertät
Meine Auflehnung gipfelte darin, dass ich mich einer punkähnlichen Szene anschloß, wo ich meine Auflehnung in Kleidung nach aussen präsentierte und mein Revoluzertum zur vollen Blüte kommen ließ. Mein Bedürfnis nach Freiheit wurde durch Zwänge erstickt. Zwang war Tod, Freiheit war Leben und Entwicklung für mich. Als Erwachsener erkannte ich mit Hilfe der GFK, was ich als Kind fühlte: Autorität untergräbt die Kreativität und Eigenverantwortung!

Schule
Mit 18 störte mich etwas an meiner Lebenssituation. Ich wollte wissen, wieso ich unzufrieden war, wieso ich so anders bin als andere Kinder und aus diesen Fragen wuchs mein Interesse an der Psychologie. Nachdem ich das zweite Mal eine Klasse wiederholen mußte, bat ich meine Mutter, mich nicht mehr zu unterstützen, denn ich wollte von nun an mein Leben selbst in die Hand nehmen. Während des Abiturs hatte ich in dem Fach Erziehungswissenschaften einen Lehrer, der mich für Lernen und Pädagogik begeisterte. So machte ich dann mein Abitur mit einem Durchschnitt von immerhin 2,8. All mein Interesse galt dem Menschen und seinen inneren Vorgängen.

Schon früh hatte ich ein gutes Gefühl und starke Introspektion. Dinge, die mir schadeten, wie Alkohol und Nikotin mied ich, nachdem ich während der Pubertät meine Erfahrungen mit Nikotin und Alkohol gemacht hatte. Als Erwachsener konnte ich das besser in Worte fassen. Es ging darum, Blockaden zu erkennen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wo ich mir selbst "im Weg stehe".

Leider vermochte mir die Schule keinen Ausblick dessen zu vermitteln, welche berufliche Richtung ich aufgrund meiner Neigungen einschlagen soll.

Zivildienst
Vor der Berufswahl stand aber zuerst der Zivildienst an. Eigentlich wollte ich die Zeit nutzen, um mich von dem Stress im Abitur zu erholen. Ohne es zu wissen, teilte man mich im Pflegedienst ein. In den ersten zwei Wochen durfte ich Grenzsituationen erleben, an die ich mich nicht heranwagen wollte. Mit jedem Tag wuchs die Bewunderung für die jungen Menschen, die Behinderten halfen und pflegten. Ich entschied mich, diese Herausforderung anzunehmen und wollte an ihr wachsen.

Studium
Auf der Suche einer beruflichen Richtung zog es mich ins Berufsinformationszentrum. Man riet mir, mich für BWL einzuschreiben, ohne meine Neigungen zu beachten. Dass ich den falschen Weg eingeschlagen hatte, erkannte ich nach zwei Semestern.

Ausbildung
Nach zwei Jahren Amateurgolf begann ich mit der Ausbildung zum Golflehrer in einem nahegelegenen Club. Meine Suche nach schnelleren Methoden, Golf zu lernen, zog mich durch 3 Clubs in meiner Ausbildung.

Beruf
Mit Erwerb des Golflehrerdiploms übernahm ich eine leitende Funktion in einem Club in der Rhein-Neckar-Region. Dort baute ich einen Golfgeschäft auf, machte erste Erfahrungen mit Nationalspielern und machte noch eine Zusatzausbildung für den Unterricht im Leistungsgolf.

2004 zog es mich nach Mecklenburg-Vorpommern an den Fleesensee, wo mir meine Fragen zur Golftechnik beantwortet wurden und das Vergnügen hatte, mit Oliver Heuler zusammenzuarbeiten. Es folgten aber zwei weitere Wechsel nach Semlin in Brandenburg und Hamburg und mein Wunsch nach Bestand wuchs. Die Sinnfrage und der Wunsch, im Leben anzukommen führte mich zu EBE. 2007 folgte die vorerst letzte berufliche Station in mehreren Golfclubs der Region.
Im September 2013 änderte ich mein Leben radikal: Ich trat aus dem Golflehrerverband aus, gab den Job als Golflehrer auf und zog in den Odenwald. Fortan gebe ich Kurse für meine Outdoorschule und verkaufe Bücher, die von meinen Erlebnissen in der Natur handeln.

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Was ist systemische Arbeit?
Jedesmal wenn wir uns in Beziehung zu anderen Menschen begeben -sei es in Gruppen, im Job oder in der Liebe- schwingen unbewußt die emotionalen Grundprägungen zu unseren Eltern mit. Diese Eltern- Kind- Beziehung ist gleichzeitig eine Hierarchie, in denen das Kind die unterste Position und die Eltern die oberste besetzen. Aus diesem Hintergrund wird deutlich, warum die meisten Konflikte mit Chef und Chefin auf Eltern- Kind- Ebene ablaufen. Problematisch sind die unbewussten Verstrickungen, die durch Formen der Gewalt, unverarbeitete Todesfälle, Krankheiten und ein schweres Schicksal von Angehörigen entstehen können.
Werden im Erwachsenenalter in Beziehungen latent die alten Strukturen wachgerufen, wiederholt diese Person das gleiche Drama, wie damals in der Familie, nur eben auf einer anderen Bühne.
Ein Beispiel:
In Ihrer Kindheit lehnte sich eine junge Frau ständig gegen ihren Vater auf. Das Berufsleben dieser Frau ist von dem gleichen Muster geprägt und sie ist immer wieder in Konflikte mit Chefs verwickelt. Sie fühlt sich ständig unterfordert und räumt sich das Recht ein, sich gegen die Chefs durchsetzen zu können. Diese Rechnung geht natürlich nur schwer auf und so muß sie immer wieder die Jobs wechseln. Das zürnt den Hass gegen Männer und so geht diese Frau auch mit Männern keine Beziehung ein und zieht eine homosexuellen Beziehung vor.
Was kann man nun tun, wenn die Muster zu Unzufriedenheit und Depressionen führen? Netz Bei einer Verstrickung wie der oben beschriebenen kann eine systemische Aufstellung helfen, die die unbewussten Strukturen von ihrem Schattendasein entbindet und dem Leidenden bewusst macht. Die betreffende Person schildert kurz ihr Anliegen und wählt dann aus einer Gruppe Fremder, Stellvertreter aus, die das jeweilige Beziehungsumfeld darstellen -ihrer selbst eingeschlossen. Erstaunlich ist, dass diese Stellvertreter die gleichen emotionalen und körperlichen Empfindungen, wie die Ursprungspersonen haben. Der Aufsteller kann sein Umfeld von einer distanzierten Position betrachten und bei Bedarf in dieses Geflecht eintreten und mit dem Therapeuten Blockaden auflösen.
Einer Theorie von Marlies und Klaus Holitzka zufolge wird damit ein morphogenetisches Feld angezapft, welches gleichzeitig die Blockade in dem Ursprungssystem löst.
Bei der systemische Aufstellung können auch verschiedene Szenarien durchgespielt werden- eine mögliche Hilfe bei wichtigen Entscheidungen.


Was ist EBE (Emotional Body Enlightenment)?
EBE ist eine spirituell/ emotionale Therapie zur Heilung der tiefsten seelischen Schmerzen durch Erleuchtung des Emotionalkörpers. Bildlich kann man sich diesen Emotionalkörper wie die Schaalen der russischen Matrjoschka vorstellen, mit dem Herzen als innerer Kern und den Schaalen aus Wächtern und Emotionen. Dadurch, dass die Wächter uns von den ungeheilten Emotionen abhalten, seien die Emotionen großteils unbewußt, ähnlich den verborgenen Wurzeln eines Baumes. Den Vorgang der emotionalen Abspaltung beginne das Kind mit der zutiefst schmerzvollen Erfahrung, von seinen Eltern nicht für das geliebt worden zu seien, was es ist, sondern für das, was es tut und erschafft das strategische Selbst als neue Illusion seiner wahren Natur. Nach EBE liegt all unseren Überzeugungen und Motivationen diese Vorstellungen von uns selbst und den unbewußten Emotionen zugrunde. Die Abspaltung von der wahren Natur schaffe ein unglückliches Lebensgefühl, was durch die Sentinels (Wächteraspekten) mit Ko-Abhängigkeiten und Süchten aller Art zu betäuben versucht wird.
Der EBE Prozess schaffe eine Differenzierung der Schichten dieses "aufgesetzten Selbst" und transformiere es in das authentische Selbst zurück. Die Differenzierung geschieht, indem der Facilitant (Patient) einen liebevollen Kontakt zu seinen Emotionen aufnimmt. EBE sei eine Methode, die diesen Weg zu unserem Innersten schneller und rigoroser als jede andere Therapie geht.

In meinem eigenen Prozess habe ich erfahren, wie Menschen sich nur noch mit Leuten umgaben, die EBE machten, weil andere "sie nicht mehr fühlen" konnten. Wenn aber EBE Liebe in unser Leben bringt und Liebe vereint, wie kann das Ergebnis sein, dass "EBEler" nur noch mit Gleichgesinnten zusammen sein können und alle anderen Kontakte abbrechen?
Bei Manchen, die ich während meines EBE- Prozesses kennengelernt habe, wuchs EBE zu einem wahren "Hype" an. Sie verließen ihren Lebenspartner, suchten sich einen anderen Beruf und zogen sogar nach Hamburg, in die EBE- Hochburg. Es machte auf mich den Eindruck, als wenn ihre Schutzmechanismen oder in EBE, die Sentinels, EBE zu einer Sucht benutzten, um alten Schmerz zu betäuben. Eben solche Süchte sollte EBE nach eigenen Angaben aber auflösen.
Trotzdem hat mir EBE die bisher tiefsten Einsichten in die Zusammenhänge meines Lebens gegeben. Die starke transformierende Kraft von EBE kann jedoch zur Gefahr werden, wenn sich die ungeheilten Anteile des Therapeuten mit denen des Patienten verbinden. Je stärker die Kraft eines Werkzeugs ist, desto bewusster muß derjenige damit umgehen, der es verwendet. Deshalb ist die Wahl des Therapeuten ganz entscheidend für den Heilungserfolg.
Ferner habe ich die Erkenntnis gemacht, dass sich tiefgehende Ansätze, wie EBE oder systemische Arbeit in Ihrer Praxis überschneiden. So taucht der Gedanke Bert Hellingers, dem Begründer der Familienaufstellung, dass alles auf einer tieferen Ebene des Seins miteinander verbunden ist, auch wiederum bei EBE auf.


Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
Die von Marshall B. Rosenberg erfundene Methode wird verwendet, sowohl seelischen Schmerz zu heilen, als auch zwischenmenschliche Konflikte zu lösen. Die GFK stellt eine Bedürfnissprache dar, die den Streitenden in die Lage versetzt, darauf zu achten, was der Andere fühlt und braucht. Im ersten Schritt macht sich der Verletzte sein Gefühl bewußt, um dieses und das daruntergelegene unerfüllte Bedürfnis vorwurfslos dem Gegenüber mitzuteilen. Eine konkret formulierte Bitte an den Verletzenden soll diesen letztendlich in die Lage versetzen, ohne Schuldgefühle und Angst das Bedürfnis des Verletzten zu erfüllen. Diese Strategie ähnelt dem Täter-Opfer-Ausgleich ,der eine diametrale Konfliktlösung zu unserem Strafrecht darstellt.


Verschmelzung EBE und GFK

Die optimale Mischung ist die Persönlichkeitsdifferenzierung durch EBE als "Weg zum Herzen" und eine "Herzenssprache", die das innere Gute in Beziehungen mit Menschen einfließen lässt. Mit dem von EBE geschaffenen Paradigma lässt sich erklären, wieso sich in Konflikten die Parteien meist immer weiter voneinander entfernen und schließlich trennen: Fühlt sich eine Partei durch Vorwürfe angegriffen, treten meist die Wächteraspekte des Emotionalkörpers in Resonanz. Diese haben die Aufgabe, das Herz zu verteidigen und den "Feind" abzuhalten, was eine Lösung auf Herzenseben unmöglich macht.
Die Lösung und tiefe Heilung entsteht bei der GFK erst durch einen empathischen Austausch, bei dem der Verletzende den Schmerz des Verletzten fühlt und mit seiner wahren Menschlichkeit (authentisches Selbst in EBE) in Kontakt tritt. Die gleiche Heilung tritt ebenso bei EBE ein, bei der ein "Facilitator" den Schmerz seines Patienten fühlt, während dieser wiederum fühlt, dass er gefühlt wird.


Voluntarismus
Dehnen sich die Überzeugungen der Gewaltfreiheit auf alle Menschen in einem Staat, dessen Staatsform, Rechtssystem und Institutionen aus, entwickelt sich ein System, das Oliver Heuler als Voluntarismus bezeichnet. Grundlage sind folgende Überzeugungen:

1. Kein Individuum wird gezwungen, irgendetwas gegen seinen Willen zu tun.

2. Kein noch so guter Zweck heiligt Zwang

3. Machtmonopole, wie zum Beispiel das Gewaltmonopol des Staates, sind gefährlich.

Mit dem Voluntarismus breiten sich die inneren, subjektiven Werte die bei EBE und der GFK postuliert werden, auf das Kollektiv aus.


Hermann Dominanz Instrument
In den Büchern von Ken Wilber las ich, dass sich alle Richtungen, ob Psychologie, Kunst oder Wissenschaft in 4 Quadranten einteilen lässt. Nach dieser Theorie hat alles eine äussere, innere, individuelle und kollektive Entsprechung.
Wiederum Fritz Riemann spricht von 4 Grundformen der Angst,
Das Hermann Dominanz Instrument arbeitet beim Menschen mit dieser Einteilung zur Persönlichkeitsfindung und Personalentwicklung.
Als ich von diesem Modell erfuhr, habe ich sofort meine Analyse machen lassen.


Oliver Heuler
Als Amateurgolfer in den Jahren 1998 und 1999 las ich seine Bücher über Schwungtechnik. Von dortan faszinierte mich seine messerscharfe, analytische Präzision und seine Fähigkeit, in vielen Bereichen, Zusammenhängen bis ins kleinste Detail zu erkennen. Er war der einzige Golflehrer der mir in einer Zeit der Stagnation befriedigende Antworten auf meine golftechnischen Fragen geben konnte und eine Verbesserung meines Spiels erreichte. Nie vergessen werde ich seinen Spruch "Deine nervöse Zuckung verwandelt sich so langsam in einen Golfschwung." als ich das Vergnügen hatte mit Oliver im Jahr 2000 auf der Driving Range am Fleesensee an meinem verkorksten Schwung zu arbeiten. Seine Anziehungskraft und meiner Bewunderung für diesen Menschen ließen mich dann im Jahr 2004 mit ihm als Leiter der Golfschule in Mecklenburg Vorpommern zusammenarbeiten.
Ebenso bewundere ich seine Aufrichtigkeit. Jedesmal wenn ich ihm eine Email mit Fragen schrieb, bekam ich spätestens nach 2 Tagen eine Antwort. Während all der Jahre müssen es hunderte gewesen sein.
Durch Oliver bekam ich Kontakt mit der Gewaltfreien Kommunikation und von ihm stammen die Ideen zum Voluntarismus. Ich werde Oliver Heuler bis an mein Lebensende, für seine Inspirationen die weit über Golf hinausgehen, von Herzen dankbar sein.


Claus Hessler
19 Jahre mußten vergehen, bis ich von Rainer Dettling die Empfehlung bekam, den deutschen "Moeller Papst" Claus Hessler aufzusuchen. Wie im Golf spürte ich, dass es Methoden geben mußte, dieses Instrument schneller zu lernen. Denn in all den Jahren entwickelte sich trotz immensen Fleißes mein Schlagzeugspiel nicht sonderlich weiter. Erst mit der Moeller Technik, die Sanford Moeller im späten 18. Jahrhundert von US Army Trommlern übernommen hat, spürte ich nenneswerte Verbesserungen. Dafür danke ich Claus Hessler.


Bücher: Ken Wilber-
"Mut und Gnade"
"Ganzheitliches Handeln"
"Integrale Psychologie"
"Wege zum Selbst"
"Eine kurze Geschichte des Kosmos"
"Vom Tier zu den Göttern"
"Einfach Das"
"Das Atman- Projekt"

Thomas Zacharias-
"Was es heißt, ein Mensch zu sein"

Thorwald Detleffsen und Rüdiger Dahlke-
"Krankheit als Weg"

Daniel Goleman-
"Emotionale Intelligenz"

Rene Egli-
"LOLA- Prinzip"

Daniel S. Barron-
"Es gibt keine negativen Gefühle"

Friedrich Cramer-
"Symphonie des Lebendigen"

Fritz Riemann-
"Grundformen der Angst"

Stefan Klein-
"Alles Zufall"
"Die Glücksformel"

Dan Millman-
"Der Pfad des friedvollen Kriegers"

Marlies, Klaus Holitzka-
"Der kosmische Wissenspeicher"


Seminare:
11.- 12. Oktober 2008-
Familienaufstellung als Aufsteller (www.clanning.de)

16.- 17. August 2008-
Familienaufstellung als Stellvertreter (www.clanning.de)

17.-19. November 2006-
Einführung: Emotional Body Enlightenment

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Musik
Den Großteil meiner Freizeit verbringe ich mit Musik. Seit meinem 14 Lebensjahr spiele ich Schlagzeug. In den vielen Jahren die seitdem vergangen sind, habe ich in Bands und Shows Erfahrungen gesammelt.
Marc am Schlagzeug

Mit der Band "Viersitzer" bin ich in der Batschkapp in Frankfurt aufgetreten.

Jeder Musiker ohne eigene Villa, der in den heimischen 4 Wänden seinem Hobby nachgehen möchte, steht vor der Frage
"Wie dämme ich meinen Proberaum?"
Im Internet konnte ich leider keinen befriedigenden Bericht finden, aus dem hervorgeht, wie man seine Nachbarn vor Lärm schützt. Ich hingegen biete eine Lösung an, die ich selbst probiert habe und kann darüber hinaus vielleicht Anregungen zur eigenen Gestaltung geben.

Mein Kelleraum ist rund 10qm groß und ich habe die Wände teilweise und die Decke mit Noppenschaum verkleidet. Ein Teil des Raumes wird nicht für die Musik genutzt und mit einem Vorhang abgetrennt.
Eine Bedingung meiner Variante war, dass sich das gesamte Material bei einem Auszug schnell entfernen lässt und keine Schäden an der Bausubstanz entstehen.
Also wurden die Wände mit dem Noppenschaum behängt und die Decke beklebt.
Zur genauen Bestimmung der Quadratmeterzahl des Noppenschaums und der Holzleisten ist eine Skizze vor dem Kauf der Materialien empfehlenswert.

Vor der Befestigung schnitt ich die 1 x 2m Schaumstoffbahnen für die Wände mit einem scharfen Teppichmesser in die gewünschte Länge.
Erster Eindruck beim Anbringen der Schaumstoffbahnen war die veränderte Akustik. Schon bei den ersten Bahnen wurde der Klang dumpfer, bassiger und sehr trocken, ohne einen Deut Hall. Selbst mein Noppenschaum mit 5cm Gesamthöhe, hat eine ausreichende schallschluckende Wirkung. In die Kanten zwischen Decke und Wänden schraubte ich eine 2,5cm dicke und 10cm breite Holzleiste, an der die Noppenschaum-Bahnen zur leichteren Entfernung festgetackert wurden.

Zur Deckenmontage empfehle ich Noppenschaumplatten in der Größe 50 x 50cm, Noppenschaumda die Platten mit zunehmender Größe an Gewicht gewinnen und somit schlechter an der Decke halten. Zuerst verwendete ich UHU- Sprühkleber, doch am Tag nach dem Verkleben wartete eine unerfreuliche Überraschung auf mich: Die Platten hatten sich teilweise abgelöst. Die 2 Flaschen Sprühkleber wurden also kurzerhand gegen den Universalkleber der Firma Decotric eingetauscht. Dieser Kleber hatte im Vergleich zu den mit Aerosol betriebenen Sprühflaschen den positiven Effekt, völlig geruchlos zu sein. Die Gerüche des Sprühklebers sind in einem Raum ohne Fenster oder direkte Belüftung kaum ertragbar.
Der etwas zähe Universalkleber wird mit einem Zahnspachtel aufgetragen und tropft selbst an Decken nicht ab. Einziger Nachteil des Universalklebers ist die beige Farbe, die den Kleber nach Entfernen der Platten sichtbar macht. Dieser kann aber mühelos mit weißer Farbe überstrichen werden und ist kaum erkennbar, wenn der Spachtel fein genug gewählt wurde. Verbraucht habe ich für rund 8qm Decke 1,5kg des Klebers.
Und so siehts aus, wenns fertig ist:
Fertiger Proberaum

Die Einzelposten der Materialien mit Preisen:

22 qm Noppenschaum: € 115,- inkl. Porto

4 kg Eimer Decotric Universalkleber: € 16,50

Schrauben & Dübel: € 7,50

Zahnspachtel mit feinster Spitzzahnung: € 2, 50

Holzleisten: 2 x € 2,50

Bilder:
Arrows, Februar 2012

Vom Binden, Werfen und Fliegen aus Zäunen entfernen: Das Fliegenfischen
Nein, beim Fliegenfischen angelt man weder fliegende Fische noch angelt man im Fliegen.
Man angelt mit einer Fliege und zwar streng genommen mit einer künstlichen. Die, die es wissen wollen binden die kleinen Biester sogar selber. Jemand, der das noch nicht gemacht hat, kann sich kaum vorstellen, wie es ist, mit dünnem Garn die Krone einer Feder auf einen fingernagelgroßen Haken zu binden und anschließend 3 Fuchshaare als Schwänzchen einzuwickeln. Parachute Mayfly Der ganze Aufwand dient letztendlich nur dazu, das Original nachzuahmen, obgleich die ersten eigenen Fliegenimitate eher einer Ameise aus Tschernobyl gleichen, die in einen Topf voller Kleber gestürzt ist.
Wenn man einschlägige Fachliteratur liest, fallen einem besonders 2 Dinge auf: Einerseits die vielen neuen Begriffe über Federn und dem übrigen Glitterzeugs, dass eher aus der Requisite eines Theaters zu entstammen scheint, als einem Angelladen, anderseits die endlosen Begriffe für Fliegen. Diesbezüglich zweifle ich daran, dass die mehreren hundert Namen von echten Fliegen stammen. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass einer der Fliegenspezialisten seinen Versuchen unterschiedliche Namen gegeben hat, um andere Angler zu ärgern.
Einer Sage unter Fliegenfischern zufolge, binden die besten Bindespezialisten deshalb die schönsten Fliegenmuster, weil sie schon früh süchtig nach den Dämpfen ihres Klebefläschchens wurden. In den Kleber-Flashs sahen sie die verrücktesten Fliegenmuster und bauten diese einfach nach.

Nicht weniger komplex als das Fliegenbinden ist das Werfen der Fliege. Denn es geht beim Fliegenfischen entgegen der konventionellen Angelei nicht darum, einen Köder an einer Schnur rauszuwerfen, die mit Blei beschwert ist. Das wäre viel zu einfach...
Lediglich eine etwas schwerere Schnur steht dem Fliegenfischer als Gewicht zur Verfügung. Um diese zumindest 20 Meter vom Ufer in Richtung Beute zu transportieren, muss man durch lassoähnliche Bewegungen mit einer viel zu kurzen Rute die Schnur aufladen. Nach rund 20 Stunden üben spürt man, wie man mit der anderen Hand, die nicht die Rute hält, an der Schnur ziehen muss, damit diese sich noch mehr auflädt. Gelingt dies, schießt die Schnur sogar noch einige Meter mehr aus der Rute. Die erste Herausforderung beim Werfen besteht darin, seine Sehfähigkeit bei dieser Disziplin bis nach dem Wurf zu erhalten. Denn bei jedem Wurf schießen 15 Meter Schnur in Blitzschnelle und Kopfhöhe an einem vorbei, an deren Ende der Haken befestigt ist. Nachdem die ersten 500 Fliegenfischer ihr rechtes Auge verloren haben, hat der Markt die Lücke entdeckt und eine Brille entwickelt, die nicht nur die Augen schützt, sondern dem Fliegenfischer auch noch einen erheblichen Vorteil gegenüber den anderen brillenlosen Anglern verschafft: Er kann die Fische unter der Oberfläche erkennen. Seine Brille eliminiert nämlich die Lichtspiegelung.
OskarSo stand ich an einem sonnigen Märztag des Jahres 2011 mit meiner stylischen Brille bewaffnet an einem sowohl mit Fischen, als auch mit Anglern gut besetzten Forellenteich und machte meine Wurfübungen. Jeder Ankömmling steht an einem Forellenteich unter dem Druck, so schnell wie möglich einen Fisch zu landen. Man spürt die Blicke der anderen Angler förmlich, sobald man sein Gerät richtet und den ersten Wurf platziert. Mir blieb die Peinlichkeit nicht erspart, erst nach endlosen Würfen den ersten Fisch sicher zu landen. Denn bevor meine Fliege dort landen konnte, wo die Fische waren, musste die Fliege weit geworfen werden. Ich war leider der einzige Idiot, der es sich so schwierig machte. Die anderen Angler zogen nämlich mit den herkömmlichen und simplen Angelmethoden einen Fisch nach dem anderen ans Ufer. Meine Würfe wurden durch einen Zaun erschwert, der rund 8 Meter hinter mir das Gelände abgrenzte. Jedes Mal wenn mein Timing nicht stimmte und meine Schnur im Rückschwung zuviel absackte, verfing sich die Fliege im Zaun. Jeder Schritt zum Zaun, um die Fliege vom Draht des Zauns zu lösen, war eine Peinlichkeit für sich. Manchmal passierte mir das 3-5 Mal hintereinander. Aber so konnte ich zumindest den Tag der anderen Angler durch meine Wurftiraden erheitern.

Hätte ich nicht einen Monat vorher den Fliegenfischer Christian angesprochen, der mich gekonnt angefüttert hatte, wären mir all diese Erlebnisse erspart geblieben und ich hätte nicht meine neue Leidenschaft "gehakt".
Bis dahin wusste ich auch nicht, dass man sich in Schreiben unter Fliegenfischern straffe Leinen „Tight Lines“ wünscht und dies mit TL abkürzt. Zu unserer anschließenden Erheiterung wünschte ich meinem neuen Angelfreund in unserer ersten Email statt straffen Leinen, Teelöffelchen -eben TL.

Es ist, als wenn der liebe Gott sich eine Methode ausgedacht hat, mit der es nicht nur schwieriger ist, einen Fisch zu fangen, sondern sich auch selbst noch gefährdet.
Wahrscheinlich wäre der liebe Gott selbst verhungert, wenn er mit einer Fliege einen Fisch fangen wollte. Aber der liebe Gott würde wahrscheinlich auch ohne Widerhaken angeln und sofort die Objekte seiner Begierde sanft in ihr Element zurücksetzen. Fliegenfischen ist und bleibt eben die Königsdisziplin des Angelns.

Wenn man richtig werfen kann, sieht es so aus:


Hier eine Auswahl meiner ersten sieben Fliegen:
fliegen.pdf

Angeln: Von Monstern und Goldengeln
Eigentlich hatte ich mein liebstes Kindheitshobby schon längst aufgegeben: Das Angeln.
Da Forellen eine Delikatesse sind, kam mir irgendwann der Gedanke, doch mal ein kleine Angel zu kaufen -nur des Verzehrs der Fische wegen. Doch ich fühlte mich beim fischen jedes Mal wie in meine Kindheit versetzt. Ein wunderbares Gefühl. Zu der kleinen Angel kam divereses Zubehör und da ich Komfort und Bedienfreundlichkeit bei Gebrauchsgegenständen schätze, musste einfach peu à peu eine komplette Ausrüstung her. In einem kleinen Angelgeschäft an der Ecke entstand eines dieser Gespräche mit Fachsimpeleien über das Forellenangeln und der gute Mann schwärmte mir von den riesigen Forellen in Neumühle vor. Und weil die so groß sind, brauche er nun stärkeres Material.
Ich wurde hellhörig. Neumühle? Nie gehört! Das Internet wusste wie so oft Rat. Naja, Neumühle war nicht gerade nebenan. Der Michelin Routenplaner prognostizierte mir etwas mehr als eine Stunde Fahrt. Tatsächlich waren es aber von Viernheim aus eindreiviertel Stunden. Doch was mich dort erwartete, entschädigte mich für die längere Anreise.
Wie immer konnte ich in der Nacht vor der Fahrt nach Neumühle kaum schlafen, denn in meiner Phantasie geisterten fabelhafte Fischwesen umher, die natürlich nur auf meinen Köder bissen. Obwohl Neumühle erst um 7.30h in der Früh öffnet, konnte ich schon um 4h vor lauter Fisch nicht mehr schlafen und so schlich ich mich am Sonntag, 12. September 2010 um 5.30h die knarzende, hölzerne Hausflur-Treppe hinunter -die Fersen hoch, um niemanden im Haus zu wecken. Bild 1 von 6 Nach rund einer Stunde Fahrt war ich auf der Höhe von Heilbronn, als die Sonne aufging. Es war einfach herrlich auf der Autobahn. Die letzten 70km führten mich über Dörfer, weite Fluren und zuletzt Bild 2 von 6durch ein großes Waldstück und mir wurde bewusst, welches Privileg ich gerade genoss, dabei zu sein, wie die Natur erwacht.
Der Wetterfrosch hatte spätsommerliche 20 Grad angekündigt und so freute ich mich auf einen erholsamen Tag am Wasser. Auch die Mitangler am Teich in Neumühle hatten ein sonniges Gemüt und so scherzten wir in beissflauen Phasen, die an jedem Forellenteich auftreten, dass wohl nun der Tümpel leer sei, man eine weibliche Forellenattrappe aus Styropor mit großen Brüsten einsetzen müsse, um die Männchen aus dem für Angler abgesperrten Ruhebereich herauszulocken. Bild 3 von 6
Doch insgesamt war ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden. Ich wollte große Forellen und die hatte ich -4 Monster und eine Goldforelle! Bild 4 von 6Neben all den netten Konversationen und dem fabelhaften Wetter an diesem Sonntag. Glücklich und mit jede Menge Fisch im Kofferraum trat ich die Rückfahrt an. Zu Hause angekommen, wurde sofort eine schöne Lachsforelle gebraten.Bild 5 von 6 Das Goldengelchen wurde mit seinen anderen artverwandten Kollegen für einen besonderen Anlass eingefroren. Das hellrosafarbene Fleisch war nicht nur für den Gaumen eine Freude, Bild 6 von 6sondern auch für das Auge, wie die Bilder vermuten lassen. Als Dessert gab es ein Kügelchen -wie könnte es anders sein- „Fish-Food“ von Ben & Jerries. Ein Traum…

Skilaufen
Schon seit meiner Kindheit bin ich leidenschaftlicher Skiläufer. Um diese wunderbaren Erlebnisse in verschneiter Landschaft festzuhalten, habe ich ein Video davon gemacht.

Webdesign
Zu meinen weiteren Hobbies zählt seit 2005 das Webdesign. Dabei macht mir das kreative Gestalten Spaß. Hier eine Auswahl meiner Seiten:
www.clubmannschaft-mannheim-viernheim.de
www.ballflug-therapeut.de
www.marc-freukes.de
Meine frühere Band "Viersitzer"
Für den Produzenten der Band



Psychologie
Während meiner Abiturzeit hat ein Lehrer meine Leidenschaft für die Psychologie geweckt. Seitdem habe ich viele Bücher darüber gelesen und verschiedene Ansätze zur persönlichen Entwicklung ausprobiert.

Sprüche und Gedichte
Auch wenn es zu jeder Wahrheit -mag sie noch so gegensätzlich erscheinen- einen Spruch gibt, so drücken sie in poetischer Form aus, was man meist nicht so geballt und schön auszudrücken vermag.
Deshalb hier eine Auswahl von Sprüchen zu meinen Wahrheiten:

"Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muß man es vorwärts!"
(Sören Kierkegaard)

"Das Süße ist niemals so süß, ohne das Saure."
(Tom Cruise in "Vanilla Sky")

"Jede angebrochene Minute ist eine Chance, Dein Leben zu ändern."
(Tom Cruise in "Vanilla Sky")

"Selbst eine kaputte Uhr geht noch zwei Mal am Tag richtig."
(Anthony Hopkins in "Das perfekte Verbrechen")

"Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom."
(Michael Schneider)

"Warum kaufen so viele Menschen, mit Geld, dass sie nicht besitzen, Dinge, die sie nicht brauchen, um Menschen zu beeindrucken, die sie nicht mögen?"
(Reinhard K. Sprenger)

"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären versucht, leicht ihr Opfer."
(Gustave le Bon, Psychologie des foules, 1895)

"Die Menschen stolpern hin und wieder über die Wahrheit, aber die meisten raffen sich auf und laufen weiter, als sei nichts passiert."
(unbekannt)

"Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Absichten."
(George Bernard Shaw)

"Wir fliegen in Lichtgeschwindigkeit auf einer riesigen Lawakugel durchs All und Du redest von Sicherheit."
(Marc Freukes)

"Die beste Hilfe ist die erbetene."
(Marc Freukes)

"Eine Meinungsumfrage unter Löwen hat ergeben, die Mehrheit lehnt den Käfig ab, wünscht jedoch geregelte Verpflegung.
Heute im 21. Jahrhundert lehnen viele nicht mal mehr den Käfig ab, wenn man ihnen ein vollen Napf verspricht und der Nachbarlöwe auch keinen viel größeren Napf bekommt."
(O. Heuler über ein Zitat von Karl Kraus)

"Ich bin …
Ich bin mehr, als Du mich empfindest.
Ich bin heute traurig,
morgen lustig,
übermorgen ernst und
nächste Woche faul.
Ich bin nicht, wie Du und Er und Sie und Ihr
und bin nicht der, der im Buche steht.
Es gibt mich nicht nochmal.
Ich bin nicht, was ich denke
und was ich tue,
ich kann dies und das und jenes.
Aber wenn Du denkst,
Du kennst mich,
kennst Du mich nicht,
denn ich bin anders, als Du denkst
und werde nie sein, wie Du
und was Du von mir denkst.
Selbst wenn ich Liebes tue,
kann ich tun, was Du als bös empfindest.
Ich bin weder Rahmen, noch Inhalt,
bin beides und das drum herum.
Drum zwänge mich nicht ein,
wie Du mich möchtest,
wie den Teig in die Form,
kein Marionettendasein leben will,
will leben und gedeihen,
wies der liebe Gott gedacht,
will dahin, wo ich soll hin,
kenne den Weg nicht,
nicht das Ziel,
den mein innerer Herr bereits geschaffen
und bestimmt. Muss nur innen schaun,
um die schemenhafte Spur zu sehen.
Bin nicht, was ich denke über mich.
Ich bin das Leben,
ein Auf- und Ab
und Kommen und Gehen,
wie Ebbe und Flut.
Und kein Tag im Leben wie der andere.
Und kein Mensch heute wie das Morgen.
Verändert seine Zelle, Mark und Bein.
Von heute auf morgen und morgen auf heute,
immerwährend jung zu alt.
Der, den Du mal kanntest,
in einem Jahr ein Fremder ist.
In ständigem Austausch mit dem Innen
und dem Aussen,
keine Trennung von Dir und Mir,
alles schon immer war ungetrennt
vom Mein und Dein,
Tier und Pflanze alles eins.
Du denkst ich sei krank,
aber ein Teil von mir ist gesund.
Ich sei nur bei mir,
hat man mir gesagt,
aber ein Teil ist voll bei Dir.
Ich bin nicht voll und ganz,
nicht halb und leer,
bin nicht, was stand auf dem Papier.
Ich kann sein, wie Du mich siehst,
kann lieb und nett und
geizig, ungetüm,
wenn Du mich so siehst.
Und wechselst Du die Sicht,
sich wechselt, das Bild und das,
was Du geglaubt, als Wahr und Recht.
Heut in den Büchern stand,
was ist und nicht wird sein,
morgen überholt und alt geweiht
und übermorgen geworden,
was vorgestern unmöglich erscheint. "
(Marc Freukes)

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Tschernobyl
Fast schon ein Viertel Jahrhundert liegt das infernale Ereignis vom 26. April 1986 zurück. Aber die Erinnerungen haben eine geringere Halbwertzeit, als die radioaktiven Substanzen, die damals ungehindert in die Umwelt dringen konnten. Hand aufs Herz: Wer der Geburtenjahrgänge vor 1980 kann sich noch genau erinnern, wie es damals war?
Bis heute ist der Vorfall nicht bis in Detail geklärt. Unklar ist z.B. welche Explosion zum Abheben des über 1000 Tonnen schweren Deckels des Reaktorkerns (Biologischer Schild) führte. Außerdem zerstörten die Explosionen das (nur als Wetterschutz ausgebildete) Dach des Reaktorgebäudes, sodass der Reaktorkern nun nicht mehr eingeschlossen war und direkte Verbindung zur Atmosphäre hatte. Große Mengen an radioaktiver Materie wurden durch die Explosionen und den anschließenden Brand des Graphits in die Umwelt freigesetzt, wobei die hohen Temperaturen des Graphitbrandes für eine Freisetzung in große Höhen sorgten. Insbesondere die leicht flüchtigen Isotope Iod-131 und Cäsium-137 bildeten gefährliche Aerosole.
Fest steht zumindest, dass es sich bei dem Unfall um ein Experiment handelte, bei dem gleich mehrfache Vorschriften umgangen wurden. Getestet werden sollte, ob die Rotationsenergie der auslaufenden Turbinen bei gleichzeitig unterstelltem Netzausfall ausreicht, die Zeit von etwa 40 bis 60 Sekunden bis zum vollen Anlaufen der Notstromaggregate zu überbrücken. So wurde die Leistung des Reaktors mit 30MW so stark gedrosselt, das sie die Nennleistung von 640MW um ein Vielfaches unterschritt. Nach den Sicherheitsvorschriften hätte der Versuch bereits vor der kommerziellen Inbetriebnahme im Dezember 1983 durchgeführt werden sollen. Konzeptionsfehler des Reaktortyps, Bedienfehler und Leichtsinnigkeit führten letztlich zur Überhitzung und Explosion des Reaktors.
Von der Explosion am 26. April um 01.23h bis zur internationalen Medienmeldung dauerte es immerhin 3 Tage. Währenddessen wurden bei rund 1800 Hubschrauberflügen –so die offizielle Version- ca. 40 t Borcarbid, 800 t Dolomit, 2400 t Blei abgeworfen und 1800 t Sand und Lehm über dem Reaktor abgeworfen, um die Kettenreaktion zu unterbinden, den Graphitbrand zu löschen und die Gammastrahlung zu verringern. Um den Austritt weiterer Radioaktivität zu verhindern, wurde ein „Sarkophag“ um den Reaktor gebaut.

Das Ausmaß der Katastrophe konnte erst Jahre später überschaut werden und ist für die Menschen und die Wirtschaft der Region verheerend. 210.000 Einwohner wurden umgesiedelt und können bis heute nicht in ihre Heimat zurück. Knapp 800.000 Hektar Land und 700.000 ha Wald können nicht mehr wirtschaftlich genutzt werden. Tschernobyl Opfer Laut Schätzungen ist mit 30.000 bis 60.000 zusätzlichen Krebstodesfälle durch die Katastrophe von Tschernobyl zu rechnen. Unter den 600.000 Helfern (Liquidatoren) vor Ort wurden durch direkte Verstrahlung zwischen 10.000 und 20.000 Strahlentote geschätzt. In einer großen Kohorte von Liquidatoren wurde eine annähernde Verdoppelung des Leukämierisikos festgestellt. In Weißrussland, Russland und der Ukraine wurden von 1990 bis 2006 insgesamt 5000 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Personen festgestellt, Tschernobyl Opferdie zum Zeitpunkt des Unglücks Kinder oder Jugendliche waren. Mit weiteren Fällen wird noch über viele Jahre gerechnet. Von den betroffenen Patienten seien bis 2002 in Weißrussland 14 gestorben, davon 6 aus anderen Ursachen. Bisher gibt es keine Studien über die genetische Veränderung bei Nachkommen der Katastrophe.

Aber auch heute haben wir immer noch viel von dem Unfall von 1986, obwohl der damalige Innenminister Fritz Zimmermann damals beschwor, für Deutschland bestünde keine Gefahr. Tatsächlich aber zog die radioaktive Wolke zuerst über Skandinavien und ließ dann laut Tagesschau vom 02.05.1986 seine radioaktive Fracht über Deutschland regnen. Einer Untersuchung aus 2004 zufolge, überschreiten bayrische Wildschweine die Grenzwerte für Radiocäsium mit 6.710 Becquerel Radiocäsium pro Kilogramm (Bq/kg) um das zehnfache, da die Schweine Hirschtrüffel fressen, die bekannt dafür sind, das Radioaktive Cäsium 137 zu binden. Guten Appetit!
Insgesamt wurden in Europa etwa 3.900.000 km² (40 % der Gesamtfläche) durch Cäsium-137 kontaminiert (mindestens 4 kBq pro m²).

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sprach sich nach dem Vorfall auch im Namen seiner Fraktion im Bundestag in der Zukunft für eine Senkung des Anteils der Kernenergie an der Energieversorgung (1985: rund 31 %) aus, für einen baldigen Ausstieg komme dies aber nicht in Frage, da dieser weder notwendig noch machbar sei.
Scheinbar war der Vorfall nicht schwer genug, denn die Reaktorblöcke 1-3 waren weiter in Betrieb, bis diese nacheinander 1991, `96 und im Jahr 2000 vom Netz gingen. Der zweite Reaktorblock wurde erst nach einem Feuer in der Turbinenhalle abgeschaltet. Von den rund 10 weiteren Zwischenfällen in anderen Atomkraftwerken zwischen 1988 und 2006 war fast immer menschliches oder technisches Versagen die Ursache für den Zwischenfall.

Bei der Recherche im Internet sind mir 2 unterschiedliche Theorien aufgefallen.
Die offizielle Verlautbarung war, dass 96% der Radioaktivität im Reaktor zurückgeblieben und nur 4 Prozent entwichen seien. Diese Behauptung war in den letzten 15 Jahren für die internationale Atomenergie nützlich, denn die Legende von der großen Gefahr half, Gelder in dreistelliger Millionenhöhe einzutreiben. Mit diesen Geldern solle der Sarkophag instand gehalten werden und in Zukunft müsse ein zweiter um den alten herum gebaut werden. Die andere Theorie stammt von dem Atomwissenschaftler Konstantin Tschetscherov der als Erster den Reaktor nach der Katastrophe betreten und Videos vom Inneren des Reaktors gedreht hat. Bei seinen Untersuchungen hat Tschetscherov verhältnismäßig wenig radioaktiven Brennstoff gefunden und viele leere Räume. Wenn aber in den Tagen nach der Katastrophe der Reaktor mit mehr als 5000 Tonnen Sand und sonstigem Material bedeckt worden sei, wäre der Sarkophag voll und dürfte eigentlich keine leeren Räume aufweisen. Laut Tschetscherov hat der Sarkophag Löcher und Risse, durch die Vögel ein- und ausfliegen. Seine Schlussfolgerung –entgegen der offiziellen Version- war, dass bei der Explosion der Großteil der radioaktiven Stoffe ausgetreten und der Bau eines neuen Sarkophags überflüssig sei.
Wären also die € 500 Millionen Dollar -bereitgestellt durch die EU- für eine neue Tschernobyl-Schutzhülle nicht besser für Opfer der Katastrophe oder die Abschaffung der Atomenergie aufgewendet?
Von den weltweit 437 Reaktoren sind aktuell 17 in Deutschland und immer noch 10 Reaktoren des Tschernobyl Typ RBMK in Betrieb! Bis zum 26. April 1986 galt der Tschernobyl Reaktor als einer der jüngsten in Russland als sehr sicher.
Michail Gorbatschow Im Juli 86 befahl der sowjetische Geheimdienst KGB in einem Dokument alle Informationen, die die Katastrophe und ihre Folgen betreffen, geheim zu halten.

Beim Sammeln und Lesen der Informationen habe ich mich oft gefragt, was der Mensch unserem Planeten außer Zerstörung gebracht hat und mir fällt dieser sarkastische Witz mit den 2 Planeten ein: Fragt der eine den anderen Planeten, warum dieser so schlecht aussieht, worauf er entgegnet: „Ich habe Mensch!“ Eigentlich sollten wir daraus eines gelernt haben -Mensch, lass die Finger davon!

Weitere Details:
Chronologie der Ereignisse am Uunglückstag.
Werner Altnickel macht HAARP verantwortlich.



Dezember 2009

Wie man mit viel Geld ganze Nationen in den Bankrott treibt
Oft höre ich das Klagelied: „Mein Gott ist das alles teuer geworden!“ Doch dieser Eindruck ist ein Trugschluss, der uns von den wahren Ursachen der Krise ablenken soll, die ich im folgenden erläutere. Aus den mir bekannten Fakten versuche ich eine Prognose, damit man sich auf die Folgen der Krise einstellen kann. Vielleicht werden Sie bei manchen meiner Behauptungen sagen, dass diese ganz schön schwarzmalerisch sind. Leider habe ich mir diese nicht ausgedacht, sondern aus den angegebenen Quellen zusammengetragen und kann nur ausdrücklich sagen: "Ich hoffe, Unrecht zu haben." Wenn Sie meine Folgerungen widerlegen können, würde ich mich über einen Kommentar im Anschluss meiner Ausführungen freuen.
Die Ursache des heutigen Debakels liegt aber schon ein Weilchen zurück...

Der Anfang vom Ende
1971 wurde der Dollar komplett vom Gold abgelöst und die FED (Federal Reserve System) konnte unter der Leitung von Alan Greenspan ungehindert Geldschwemme erschaffen. Wenn also irgendwo ein Finanzloch auftrat, konnte sofort neues Geld gedruckt werden, mit dem Ergebnis, das die Scheine immer wertloser wurden...
Auch heute wird die Wirtschaft mit riesigen Geldinjektionen zu heilen versucht, wie im Handelsblatt nachzulesen ist. Gegenüber der Güterproduktion, die sich in den letzten 30 Jahren in den Industrieländern –unter Führung der USA- vervierfacht hat, hat sich das Geld und Kreditvolumen vervierzigfacht. Rheinhard Deutsch hat herausgefunden, dass schon durch Kaiser Nero die Goldmünzen an Wert verloren, indem aus einem Pfund Gold nicht, wie üblich 42 Aurei, sondern nun schon 45 Aurei geprägt wurden und somit Inflation geschaffen wurde. Die Deutsche Mark hat in 55 Jahren 80% ihrer Kaufkraft verloren. Unsere Regierung hat den Euro eingeführt, um über diesen Verfall hinwegzutäuschen und in nur sechs Jahren hat der Euro bereits an 50% an Wert verloren. Doch wie kann es dazu kommen?

Der Zaubertrick
Im Zusammenspiel der Geschäfts- und Zentralbanken bekommt Geld eine andere Erscheinungsform als wir es gewöhnlich kennen. Es werden Anspruchszettel auf das Bruttosozialprodukt erzeugt, die jemand anders verspricht, zurückzugeben. Weil das Gesetz verbietet, diese Zettel selbst zu drucken, muss er sie am Markt durch Leistung wiederbeschaffen. Obwohl auch dieses System auf Leistung und Gegenleistung beruht, muss die Bank durch das Bruttosozialprodukt keine Leistung erbringen, sondern nur Vermittlungsformulare zur Verfügung stellen. Damit dieses Geld in Umlauf kommt, muss jemand ein Versprechen auf Rückzahlung geben -selbst wenn das Versprechen im Falle eines Staates noch so unglaubwürdig ist. Keineswegs lebt also die Bank von vier Prozent Anteil, wenn Sie € 10.000,- mit zwei Prozent aufs Sparbuch bringen und die Bank das Geld für 6 Prozent verleiht. Das Teilreservebankwesen (Fractional Reserve Banking) regelt nämlich, dass nur 10% Ihres Geldes auf der Bank bleiben. Folglich ist die Bank pleite, wenn nur 9% der Anleger ihr Geld abheben. Mit Ihrer Einzahlung von € 10.000,- erlauben Sie der Bank, € 9.000,- zu verleihen –ob Sie davon wissen oder nicht. Die Bank legt tatsächlich Ihre € 1000,- als Mindestreserve zurück und erzeugt schlimmsten Falles € 90.000,- aus dem Nichts.
Wie das in der Praxis geht, zeigt folgendes Beispiel: Ihre € 9.000,- werden an einen Bauherrn verliehen, damit dieser seine drei Angestellten entlohnen kann. Diese Angestellten zahlen die Löhne auf ihre Konten ein. Die Einzahlungen werden als Sichtguthaben behandelt, d.h. wieder verliehen. Von den eingegangenen € 9.000,- werden wieder € 8.100,- verliehen. Wenn sich die Angestellten die Kredite selber geben lassen, um Material- Lieferanten zu bezahlen, gehen bei den Lieferanten wiederum € 8.110,- ein, von denen wiederum € 7.290,- verliehen werden. Selbst wenn Zahlungsempfänger und Kreditnehmer ihre Transaktionen bei derselben Bank vornehmen, wird ein Mehrfaches an Kreditgeld geschaffen. Es wurde Geld wie Licht- per Knopfdruck erzeugt, woraus dieses Geld den Namen "Fiat- Money" aus dem Italienischen hat. (Fiat = es werde Licht)

Wieso die Senkung des Leitzins die Inflation ver- und nicht entschärft
Seit der Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der so genannte Mindestbietungssatz der Zinssatz mit dem größten Einfluss auf den gesamten Finanzmarkt und wird daher als Leitzins betitelt. Der Leitzins bestimmt die Konditionen, zu denen sich Banken kurzfristig Geld bei der Notenbank leihen und an ihre Kunden verleihen können. Seit Einführung des Euro 1999 ist der Leitzins stetig gesunken. Quelle: Handelsblatt
Mit Senkung des Leitzins können die Geschäftsbanken Kredite an ihre Kunden zwar günstiger verkaufen und damit die Wirtschaft ankurbeln, regen aber gleichzeitig zu weiterer Verschuldung an, erhöhen wiederum die Geldmenge und verschärfen die Gefahr einer Inflation.

Wieso viel Geld Armut erzeugt
Wunderbar, wenn mehr Geld da ist -könnte man meinen. Aber laut Keynes ist das Geld, dass nicht aus Produktivität geschaffen wurde, Diebstahl. Stößt eine vermehrte Geldmenge nämlich auf ein nicht vergrößertes Gütervolumen, werden alle betrogen, die für ihr Geld (ihre Kaufkraft) etwas produziert oder eine Leistung erbracht haben. Für das „neue“ Geld wurde weder etwas produziert noch eine Dienstleistung erbracht. Es verringert sich die Kaufkraft, selbst wenn die Preise stabil bleiben, denn in diesem Fall wären die Preise ohne neues Geld gesunken und hätten die Kaufkraft des „Leistungsgeldes“ erhöht. Genauso beklaut werden diejenigen, die immer brav ihr Geld gespart haben und ihr Gespartes auf verminderte Kaufkraft stößt.

Ein Zauberer auf der Bühne fehlt noch: Der Politiker
Der Politiker will uns seine Daseinsberechtigung vorgaukeln, indem er den Zentralbanken vorschreibt, bei starken Preisanstiegen regulierend in die Geldpolitik eingreifen zu müssen. Völlig utopisch ist die Vermutung, dass das gesamte Preisniveau steigt, wenn man den Markt sich selbst überließe. Niemand hätte einen Vorteil davon.
In einer freien Marktwirtschaft sind sinkende Preise ein Indiz für steigende Produktivität. Die Politik bezeichnet das aber fälschlicherweise als Deflation oder gar als Ursache für steigende Arbeitslosigkeit und will uns ihre Notwendigkeit dadurch demonstrieren.
Selbst der Markt ist natürlichen Abläufen unterworfen. Nachfrage und Angebot bestimmen die Preise und wenn ein Gut knapp ist, steigt sein Preis. Gibt es zu viele Anbieter, ist es ein selbst regulierender Prozess, wenn Unternehmen pleite gehen, weil sie ihre Produkte oder Dienstleistungen nicht absetzen können. Wenn bankrotte Unternehmen mit staatlichen Geldern gestützt werden, zahlt der Bürger –ob er will oder nicht.

Inflation und Deflation- zwei Modebegriffe mit falscher Verwendung
Im gleichen Zuge mit der Weltwirtschaftskrise werden zwei Begriffe meist genauso oft falsch angewandt werden, wie sie auftreten: Deflation und Inflation.
Grund genug, endlich für nötige Klarheit zu sorgen.

Inflation
Weitläufig ist Inflation als ein Steigen der Preise bekannt. Dies ist eine geschickte Taktik der Banken mit der der wahre Urheber für steigende Preise verschleiert wird: sie selbst. Denn nur sie können die Geldmenge erhöhen (inflare = aufblähen) und mit Bedacht wird so den ahnungslosen Leuten Inflation als Erhöhung der Preise verkauft. Im gleichen Zug wird der schwarze Peter den bösen Unternehmern zugeschoben, die die Preise erhöhen.

Deflation
Deflation wird meist als ein Sinken der Preise verstanden. Wem aber könnte es schaden, wenn die Preise so wie in der Informationstechnologie seit 30 Jahren fallen und der Wirtschaftszweig boomt? Niemand könnte das Deflation nennen! Die Wirtschaft wächst, wenn das Güterangebot durch Produktion schneller als die Geldmenge wächst und der Grund für fallende Preise der wirtschaftliche Fortschritt ist.
In einer von den Regierungen und Zentralbanken mit Fiat Money (Scheingeld) versumpften Welt, verkörpert Deflation - also die schmerzhafte und strukturell geprägte Form fallender Preise, die notwendige Bereinigungskrise auf vorangegangene monetäre Sünden.

Halten wir fest, dass es 2 Gründe für ein Fallen der Preise gibt:

1. steigende Produktion und Angebot (keine Deflation)

2. Schrumpfen der Geldausgaben oder der umlaufenden Geldmenge welche durch Produktivitätsfortschritt und steigende Absatzmengen (bei sinkenden Preisen) nicht mehr ausgeglichen werden kann. Die Preise sinken ins Bodenlose und dies wiederum verstärkt die Kaufzurückhaltung: Die Konsumenten warten ab, weil sie hoffen, die Produkte nach einer Weile noch billiger zu erwerben.

Wie sich die Emotionen der Bürger auf den Markt auswirken
Es ist ein gefährlicher Rattenschwanz: Die Politiker versuchen durch höhere Steuern die Finanzlöcher zu stopfen, die Bürger merken, dass sie beklaut werden und fragen sich, warum sie noch arbeiten sollen. Dass jemand mehr Geld fürs Nichtstun bekommt, als einer mit einem kleinen Job, tut sein Übriges zur Demotivation des kleinen Mannes. Die Arbeitslosigkeit steigt infolge dessen. Quelle: Tagesschau
Das Vertrauen der Menschen in die politische und wirtschaftliche Lage sinkt und Zukunftsangst breitet sich aus. Finanzielle und materielle Ressourcen werden gebunkert, gehortet und es wird zurückgehalten, was geht. Die zirkulierende Geldmenge aus resultierender Vorsicht der Bürger (monetäre Kontraktion), als auch das Kreditvolumen der Banken schrumpfen. Die Händler und Produzenten bleiben auf Waren sitzen, die sie vorher noch zu alten, höheren Preisen gekauft haben oder Kapazitäten, die sie zu höheren Kosten errichtet haben. Folglich sinken die Gewinne, was die Zahlung von Kreditzinsen sowie Schuldentilgungen schwieriger macht und die Zahl der Konkurse steigt. Arbeitslosigkeit, Rezession und Depression breiten sich aus. Die momentanen (Stand Dezember 2009) Preissenkungen in einigen Marktsegmenten lassen den Schluss zu, dass dort schon die Deflation eingesetzt hat. Wenn Roland Baader von einer Wirtschaftsdepression spricht, kann er damit nicht nur die Inflation und die daraus wirtschaftliche Schieflage meinen, sondern auch die emotionale Lage jeden Bürgers. Wie müssen sich wohl Bürger fühlen, wenn sie gegen ein Gewaltmonopol wie unserer Demokratie machtlos sind? Denn die Regierung und ihre Politiker, bestimmen über das Geld und damit die Macht des kleinen Mannes. Wenn in den Medien immer die Rede von Staatsverschuldung die Rede ist, dann ist damit MEIN und DEIN Geld gemeint, dass durch Steuern, Inflation, ausbleibende Wohlstandsgewinne oder Staatsbankrott verzinst und getilgt wird. Der Blick auf die Schuldenuhr von Deutschland zeigt im Dezember 2009 eine Staatschuld von rund 1,6 Billionen Euro mit einer pro-Kopf-Verschuldung von € 20.105,- und einem Anstieg von € 4.439,- pro Sekunde. Der Staat ist nur eine Entität, die sich aus seinen Bürgern zusammensetzt und dessen Geld durch erpresste Steuerzahlungen von der Regierung verwaltet wird. Die Demokratie boykottiert sich selbst und ebnet Politikern mit waghalsigen Versprechungen damit den Weg. Aus der gleichen Lage versprachen sich die Deutschen vor 80 Jahren eine Lösung von einem totalitären System. Bleibt also nur zu hoffen, dass sie es diesmal besser wissen...

Ein Zukunftsszenario
In einem Interview sagt Michael Best, Leiter der ARD-Börsenredaktion
... Ein paar Tage noch und man hätte keine Geldscheine mehr aus dem Automaten bekommen. Nur der Staat konnte noch helfen und die Notenbanken."
Der Staat? Das sind die Bürger, die bezahlen!
Weiter vorher im gleichen Interview: ..."Erste Bilder von Amerikanern in Zeltstädten gehen um die Welt: Einige hundert campieren in Nevada, verweinte Augen hinter windigen Plastikplanen, Wind und Sonne ausgesetzt. Sie mussten ihre Häuser aufgeben, weil ihnen das Geld ausging."
Wie wird es wohl sein, wenn die großen Konzerne kaputt gehen, die Banken pleite sind und die Wirtschaft vollständig kollabiert? Ich habe große Angst vor steigender Kriminalität, vor einer ungewissen Zukunft, die meine Generation ohne Krieg nie kennen gelernt hat. Wie wird es sein, wenn man nichts mehr zu essen kaufen kann, weil die Läden geschlossen sind? Wenn die Menschen nicht mehr auf legale Weise ihre Grundbedürfnisse erfüllen können, dann eben in ihrer Verzweifelung auf illegalem Wege, was zu dem merklichen Anstieg von Gewalt führt. Aber wie und vor allem wer wird auf steigende Kriminalität reagieren? Müssen wir Selbstjustiz walten lassen, wenn jemand in unser Haus einbricht? Sicher ist, dass die Kriminalität rapide zugenommen hat. Laut statistischem Bundesamt hat sich die Verurteilungsrate wegen Körperverletzung zwischen 1990 und 2006 bei unter 21-Jährigen verdreifacht und die bei Erwachsenen verdoppelt. Quelle
Im privaten Bereich ist mit einem Anstieg subtilerer Kriminalität, wie Betrug zu rechnen und zwar überall dort, wo jemand eine Leistung in Anspruch nimmt, ohne vorher zu bezahlen (siehe Mietnomaden). Damit leistet er lediglich ein Zahlungsversprechen -die gleiche Haltung eben, die Kreditnehmer bei Banken an den Tag legen. Zuerst wird noch das Blaue vom Himmel versprochen und am Ende löst sich alles in Luft auf. Eine Seifenblasenwelt.
Wie wird es sein, wenn morgens keiner mehr zur Arbeit geht, weil der Arbeitgeber pleite ist? Wie wird es sein, wenn die Beschätigten in Branchen, die für unser täglichen Wohlstand und unser Wohlergehen sorgt, bankrott sind? Wenn ich morgens nicht ins Internet kann, mein Telefon nicht mehr funktioniert, wenn es keine Bank gibt, bei der ich Geld abheben kann, weil es kein Geld mehr gibt? Vermutlich werden wir wieder tauschen müssen: „Ich repariere Dein Auto und Du backst mir ein Brot.“
Besonders wütend macht mich, dass sich Politiker noch nicht einmal bereit erklären, die Staatsschulden zu tilgen, aber jeder Normalsterbliche seine Schulden begleichen muss. Da bleibt doch die Gerechtigkeit gänzlich auf der Strecke! SchuldenbergMan könnte es fast als ignorant bezeichnen, dass einige Menschen trotz der Haltung der Politiker noch an einen Aufschwung und Ausweg aus der Krise glauben. Bisher haben wir die Schuld nur bei den anderen gesucht. Doch wie hat jeder von uns zur derzeitigen Situation beigetragen?
In unserem System, wo Geld durch Zins und Zinseszins künstlich vermehrt wird, sind Ross die Banken und Reiter all jene Menschen, die ihr täglich verdientes Geld über eine Bank laufen lassen. Egal, ob sie wissen, dass die Bank mit dem wiederverliehenen Geld die Geldmenge aufbläht oder nicht. Vorraussetzung dafür ist die unmoralische Verlockung („Moral Hazard“) seitens der Banken, sowohl Geld mit hohen Renditen anlegen zu können, als auch Geld zu geringen Zinsen zu verleihen. Wer könnte dieser Versuchung schon widerstehen? Geld, was vordergründig für uns arbeitet, ist letztendlich Geld, das gegen uns arbeitet.
Wie nah der Wirtschaftskollaps ist, zeigt der Zeitungsartikel im Fokus vom Mai 2009, in dem schon vor der Geldentwertung die Rede ist und selbst Politiker zu Hamsterkäufen raten. Hamsterkäufe? Dann steht uns doch der Zusammenbruch des Handels und des Marktes bevor, denn sonst müsste ich meine Lebensmittel nicht im Keller horten. Ein Zeichen also, dass selbst die schon warnen, die meist zu vertuschen versuchen.
Fragt sich also, wann der infernale Systemkollaps eintritt und wie man sich in der Übergangszeit über Wasser hält. Wenn man sich erklärt, was Wirtschaft eigentlich ist, führt das relativ schnell dahin, was man in der Übergangsphase tun kann. Wirtschaft besteht aus dem Markt, wo Leute Waren und Dienstleistung anbieten und denen, die dafür etwas bezahlen. Selbst, wenn kein Geld mehr da ist und nur noch getauscht wird. Der Zusammenbruch wird vermutlich nicht plötzlich, sondern eher schleichend von statten gehen. Man kann sich deshalb relativ gut darauf vorbereiten und an der aktuellen Marktentwicklung ablesen, wie weit der Kollaps entfernt ist. Wenn sich durch Konsum noch etwas bewegt, zögert es sich noch etwas hinaus. Wenn der Markt mit Geld als Zahlungsmittel zusammengebrochen ist, wird tatsächlich das Tauschgeschäft vorherrschen. Man male sich das nur in einer hoch entwickelten Gesellschaft wie der unseren aus. Vor dem 2. Weltkrieg wusste noch jeder Zweite, wie er sich durch Ackerbau und Viehzucht über Wasser hält. In einer hoch technisierten Gesellschaft wie die unsere, hat davon leider keiner mehr einen blassen Schimmer. Wie die Reparatur des eigenen Autos sind viele Arbeiten heute von keinem Normalsterblichen mehr möglich. Die Welt des Computerzeitalter ist seit der letzten Geldentwertung 1929 eine gänzlich andere geworden. Der 80 Jahre Zyklus der Währungsauflösung kann nur durch Geld mit unabänderbarem Eigenwert und Abschaffung des staatlichen Geldmonopols und Teilreservebankwesen durchbrochen werden.

Mehr im Internet:

Video auf Youtube
War das erst der Anfang der Krise?

Mit Humor beschreibt Volker Pispers die traurige Wahrheit:
Volker Pispers 1 Wirtschaftskrise

Roland Baader:
Staatsbankrott und Konkusverschleppung

Hier eine interessante Seite zur Krisenvorsorge:
www.krisenvorsorge.com

Literaturempfehlung:
“Die Kreatur von Jekyll Island“ von G. Edward Griffin
“Geld, Gold und Gottspieler“ von Roland Baader
“Das Silberkomplott“ von Reinhard Deutsch
Literaturempfehlungen Anmerkung: "Geld, Gold und Gottspieler" ist besonders Lesern zu empfehlen, die sich bisher weniger mit Wirtschaft und deren Zusammenhängen beschäftigt haben. Es ist sehr verständlich geschrieben, so dass es sich gerade deshalb sehr gut für den Einstieg eignet.

Wenn Sie nicht meiner Meinung sind und eine andere Sichtweise oder Anregungen haben, würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen.

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